Ein klares Jein.
Wir gehen davon aus, dass eine dunklere Röstung grundsätzlich eher dem entspricht, was die meisten Menschen unter einem klassischen „Kaffeegeschmack“ verstehen – mit Noten von Röstaromen, dunkler Schokolade oder Gewürzen. Diese Aromen sind bei dunkleren Röstungen meist stärker ausgeprägt und kommen bei helleren Röstungen nur selten oder manchmal gar nicht vor.
Dunklere Röstungen haben außerdem meist eine deutlich geringer wahrnehmbare Säure.
Bei unseren modernen Röstungen konzentrieren wir uns stärker darauf, die Eigenschaften des Terroirs und der Herkunft des Kaffees hervorzuheben. Das funktioniert in der Regel am besten mit einer helleren Röstung. Der klassische Kaffeecharakter tritt dabei in den Hintergrund oder verschwindet vollständig, während überraschendere Aromen in den Vordergrund rücken. Diese Kaffees können nach tropischen Früchten, Beeren oder Fermentationsnoten schmecken. Durch die hellere Röstung weisen sie häufig auch mehr Säure auf.
Die Skala bezieht sich jedoch nicht ausschließlich auf den Röstgrad. Eine hellere Röstung kann trotzdem als klassischeingestuft werden, wenn der Kaffee besonders ausgewogen und zugänglich ist. Umgekehrt kann eine ungewöhnliche Kaffeevarietät ihr volles Potenzial mit einer dunkleren Röstung entfalten und dennoch eindeutig modern wirken.
Keine Sorge! Wenn das der Fall ist, weisen wir in der Beschreibung deutlich darauf hin.